Archiv der Kategorie: Grundschule

Knobelkartei für kleine Matheasse

„Es wird Zeit, die vielen unterschiedlichen Begabungen wiederzuentdecken, die jedes Kind mit auf die Welt bringt und die allzu oft schon im Kleinkindalter, spätestens aber in der Schule verkümmern, bevor sie je zur Entfaltung kommen konnten.“ (Hüther & Hauser 2012, S. 185/186)

Und eine dieser Begabungen ist die für mathematische Phänomene. Es gibt Kinder, die fasziniert sind von der Welt der Mathematik, Kinder die schon lange vor der Schule mit Zahlen experimentieren, sich nicht selten das Rechnen selbst beigebracht haben und eine schier unendliche Neugier für mathematische Knobeleien und Forscherfragen aufzeigen. Ich nenne sie gern die kleinen „Matheasse“.

„Kleine Matheasse“ zeigen zum Beispiel:

  • sehr früh ausgeprägte Zahl-, Zähl- und Rechenkompetenzen,
  • eine hohe Gedächtnisfähigkeit bzgl. mathematischer Sachverhalte,
  • besondere Kompetenzen im Erkennen, Angeben und Nutzen mathematischer Strukturen,
  • eine besondere mathematische Sensibilität sowie
  • eine besondere mathematische Kreativität.

Alles das im Mathematikunterricht der Grundschule aufzugreifen, fällt bei den „ganz normalen“ täglichen Alltagsproblemen nicht immer leicht. Deshalb entwickeln wir, Friedhelm Käpnick (Universität Münster) und ich, seit vielen Jahren Aufgabenformate zur Förderung kleiner Matheasse in der Grundschule. So gibt es bereits die sehr erfolgreichen Bände „Mathe für kleine Asse“ sowohl für die Klassen 1 und 2 als auch zwei Bände für die Klassen 3 und 4.

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Als Ergänzung dazu gibt es ab sofort die Knobelkartei zur Förderung für kleine Matheasse. Sie bietet Kindern (der 3. bis 6. Klasse), die sich gern mit mathematischen Knobeleien beschäftigen, für jede Woche des Jahres ein interessantes Alltagsproblem. Die insgesamt 52 Knobelkarten werden passend zu den zwölf Monaten des Jahres konzipiert.

Zum Aufbau der Kartei:

Für jede Woche eines Monats gibt es eine passende Knobelaufgabe. Auf der Karte für die kleinen Matheasse ist auf der Vorderseite stets ein Einstimmungsbild und auf der Rückseite die Aufgabe. Auf der Karte für die Lernbegleiter sind auf der Vorderseite kurze Hinweise zum mathematischen Thema, zum Lernpotenzial sowie zu möglichen Ergänzungen der Aufgabe und auf der Rückseite eine Beispiellösung. (Tipp: Oft gibt es mehrere Lösungsmöglichkeiten.)

Hinweise für die kleinen Matheasse zur Nutzung der Knobelkartei:

  • Suche dir am Wochenanfang die passende Karte des Monats und der Woche aus (zum Beispiel in der ersten Woche im April: April: 1. Wochenknobelei).
  • Lies dir die Knobelaufgabe gut durch.
  • Überlege, was du zum Knobeln brauchst (zum Beispiel besondere Materialien, Messgeräte, einen Taschenrechner oder ein Buch).
  • Du hast eine Woche zum Lösen der Aufgabe Zeit.
  • Schreibe und male deine Lösungsideen auf (nutze auch Skizzen und Tabellen).
  • Suche dir am Freitag jemanden mit dem du die Aufgabe besprechen kannst. Vergleicht eure Lösungswege.
  • Zeige deine Lösung deiner Lehrerin oder deinem Lehrer.
  • Hake die Aufgabe auf dem Kontrollbogen_Knobelkartei ab, damit du weißt, welche Aufgaben du schon erledigt hast.
  • Stecke die fertige Karte wieder zurück in die Knobelkartei.

Tipps für kleine Matheasse:

  • Lege dir eine Mappe oder ein Heft für deine Forscherergebnisse an.
  • Oft gibt es nicht nur eine richtige Lösung sondern mehrere.
  • Wenn du eine Lösung gefunden hast, kannst du anderen Kindern beim Knobeln helfen.

Hinweise zum Einsatz der Knobelkartei:

  • Generell kann die Knobelkartei sehr flexibel und entsprechend der eigenen genutzten Methoden und Organisationsformen in einem meist offenen Unterricht eingesetzt werden.
  • Die Knobelaufgaben bieten sehr gute Möglichkeiten für mathematische Strategiediskussionen.

Zur Herstellung der Kartei:

Drucken Sie die Seiten des Dokuments doppelseitig aus und laminieren Sie jedes Blatt. Dann schneiden Sie die Blätter durch. Es gibt zu jeder Knobelaufgabe eine Karte für die Kinder und eine Karte für die Lernbegleiter. Somit entsteht eine Kartei für kleine Matheasse (erkennbar an den beiden Emojis in den oberen Ecken) und eine Kartei für den Lernbegleiter (ohne Emojis). Beide Karteien können z.B. in einem A5-Prospektaufsteller aufbewahrt und präsentiert werden.

Die aktuelle 1. Wochenknobelei zum Monat April „Eierkochen – Ein Problem!“ sowie die kostenlosen Startkarten können ab sofort bei Lehrermarktplatz downgeloadet werden.

Hinweise zur Knobelkartei bitte direkt über das Kontaktformular an mich senden!

Viel Freude und Erfolg beim Knobeln wünscht,

Mandy Fuchs

Bücher für kleine und große Matheforscher

Heute habe ich für euch ein paar tolle Buchtipps für kleine und große Matheforscher, also Bücher, in denen es mal mehr und mal etwas weniger aber immer um mathematische Inhalte geht. Manchmal toll verpackt in einer wunderschönen Bilderbuchgeschichte und manchmal als geniales Sachbuch zum Staunen mit vielen Anregungen zum selber Matheforschen. Heute stelle ich euch zwei Bücher vor, die zum Beispiel gut in eure Mathewerkstatt (Der Blogbeitrag dazu kommt in wenigen Tagen!) passen könnten. Oder natürlich auch ins Leseregal, die Bücherkiste oder in die Leseecke eures Gruppenraumes (in der Kita), eures Klassenraumes (in der Grundschule) oder ins Kinderzimmer (zu Hause). Vielleicht ist ja auch noch ein Ostertipp dabei!?

„Agathe zählt die Sterne“ von Catherine Rayner (Übersetzung von Tatjana Kröll). Das Buch ist im Knesebeck Verlag erschienen.

Agathe

Giraffe Agathe liebt es zu zählen. Sie zählt alles, was es in der Steppe gibt. Aber als sie die Streifen des Zebras zählen will und die Punkte des Geparden, wollen die Tiere einfach nicht stillhalten. Trotzdem bringt sie ihren Freunden das Zählen bei. Und es macht so viel Spaß, dass sie gar nicht mehr aufhören wollen. Doch was zählt man, wenn es dunkel wird? Ein hinreißendes Bilderbuch zum Vorlesen und Zählenlernen voll wunderschöner Illustrationen mit toller Sternenhimmel-Ausklappseite. Es regt kleine Matheforscher an darüber nachzudenken, was man alles zählen und was man vielleicht auch nicht zählen kann. Oder es taucht die Frage auf: Wozu brauchen wir eigentlich die Zahlen und das Zählen? Das sind meines Erachtens ganz tolle Gesprächsanlässe zum gemeinsamen Philosophieren über mathematische Ideen. Empfohlen wird das Buch für 4- bis 6-jährige Matheforscher, aber ich denke gerade zum Selberlesen und zum Diskutieren ist auch gut bis 8 Jahren einsetzbar. Achja und noch ein Tipp: Das Buch gibt es auch in englischer Sprache und ist dann also auch super zum Englischlernen geeignet. Die Giraffe heit im Englischen allerdings Abigeil.

Mein zweiter Buchtipp ist ein Sachbuch: „Von null bis unendlich: Die geniale Welt der Mathematik“ von Johnny Ball (Übersetzung Birgit Reit), erschienen im Dorling Kindersley Verlag.

 Vun Null bis unendlich

Von der Vermessung der Welt bis zur Eroberung des Weltalls: Man braucht Zahlen zum Entdecken und Erforschen. Wie groß ist das Universum? Wie tief ist das Meer? Wie wird das Wetter? Alles hängt mit dem Messen bestimmter Werte zusammen. „Von null bis unendlich“ nimmt Kinder im Grundschulalter mit auf eine spannende Entdeckungsreise von der Antike über Einsteins Relativitätstheorie bis heute und zeigt, welche Bedeutung Maße und Zahlen für unseren Alltag haben. Jede Menge anschauliche Beispiele machen die abstrakte Welt der Mathematik kinderleicht verständlich. Dieses Buch wird selbst Mathemuffel begeistern! Es sollte auf jeden Fall eine Mathewerkstatt bereichern, denn die kurzen Texte mit vielen Fotos, Bildern und Informationen laden kleine und große Matheforscher zum Stöbern, Recherchieren, Staunen und Nachlesen ein. Und sogar im Mathematikunterricht kann es für die Freiarbeit oder als Ritual am Ende einer Forscherstunde eingesetzt werden: Ein Kind sucht ein Thema raus und schlägt es zum Vorlesen vor. Und wer weiß, welche interessanten Forscherfragen der Kinder sich dann daraus für die nächste Forscherstunde ergeben.

So das wars für heute. Wer nicht bis zum nächsten Buchtipp warten möchte, der kann kann schon mal hier auf meiner Webseite (Kinderbücher) vorbei schauen.

Bis bald, ach ja und wer auch einen tollen mathematischen Buchtipp hat, kann mir diesen gern zuschicken.

Mandy Fuchs

Deckelmathematik

Bist du auch stets auf der Suche nach einfachen und günstigen Materialien, die du dann mit deinen Kindern in der Kita oder Grundschule erforschen kannst? Wenn sie dann noch so genial wie Gummibären sind (Du erinnerst dich? Wenn nicht, schau noch mal hier.), weil man mit ihnen so viel und so genial Mathematik erforschen kann, dann ist es perfekt! Ich hab wieder so ein Material gefunden: Deckel von Getränkeflaschen oder Tetrapacks! Glaubst du nicht? Na was meinst du, wie viele Deckel kann man stapeln, ohne dass der Turm umfällt? Wie lang ist wohl die Strecke, wenn ihr alle gesammelten Deckel aneinander legt? Oder was schätzt du, wie viele Wassertropfen passen wohl in einen kleinen Deckel hinein?

Das sind nur einige der Fragen die sich meine kleinen Matheforscher aus der Grundschule und auch aus dem Kindergarten gestellt haben. Und auch dieses Mal bin ich wieder aufs Neue fasziniert und begeistert, was ihnen alles zur Deckelmathematik eingefallen ist. Aber nicht nur die Fragen sind spannend, sondern auch ihre eigenen Ideen zur Beantwortung. Die Kinder stellen sehr gern selbst zu Beginn Vermutungen auf. Sie hierbei zu beobachten und zum Beispiel ihre Schätzstrategien zu hinterfragen, kann so wertvoll für die weitere Forscherbegleitung und für die Entwicklung mathematischer Kompetenzen sein.

Und genau davon stecken so viele in einer Kiste gesammelter bunter Plastikdeckel. Du kannst es dir noch immer nicht so richtig vorstellen? Dann schau mal hier, das sind die Mathematischen Inhaltsbereiche:

  • Zahlen und Operationen (Deckelanzahlen schätzen, sie zählen, vergleichen und gleichmäßig verteilen, damit rechnen und Rechenmuster entdecken, …)
  • Größen und Messen (Deckelschlangen legen und messen, Gewichte von Deckeln ermitteln, …)
  • Form und Veränderung (Formen, Figuren und Muster legen und fortsetzen, Symmetrien erkennen, …)
  • Stochastik (Daten erfassen und in Strichlisten, Tabellen oder Diagrammen und Schaubildern darstellen, über Wahrscheinlichkeiten diskutieren, …).

Aber auch eine Menge mathematischer Prozessziele sowie mathematische Denk- und Handlungsweisen kannst du mit der Deckelmathematik fördern, denn sie leistet einen Beitrag

  • zur Förderung feinmotorischer Kompetenzen beim Legen der Deckel,
  • zur Sprachförderung durch Formulieren von Forscherfragen, durch gemeinsames Kommunizieren und Präsentieren,
  • zur Förderung von Kreativität und Problemlösekompetenz sowie
  • zum Erkennen und Nutzen von Mustern und Strukturen.

Und all das ist nicht nur in der Grundschule und im Kindergarten möglich, sondern auch zu Hause. Denn auch Eltern können mit ihren Kindern bunte Deckel sammeln und mathematisch erforschen.

So, ich möchte hier heute aber gar nicht so viel mehr verraten, denn ich habe alle meine gemeinsam mit vielen Kindern und Lernbegleitern erprobten Erfahrungen zur Deckelmathematik in einer Forscherkartei zusammengefasst. Diese ist ab sofort bei www.lehrermarktplatz erhältlich. Es gibt dort eine Forscherkartei für kleine Matheforscher in der Grundschule, und es gibt zudem auch Forscherkarten mit Impulsen für kleine Matheforscher und ihre Lernbegleiter im Kindergarten. Alles didaktisch und methodisch aufbereitet und trotzdem mit vielen Möglichkeiten zum freien Forschen und Experimentieren.

Das ist übrigens bereits die vierte Forscherkartei! Es gibt noch die Gummibärenmathematik, die Wattestäbchenmathematik und die Wäscheklammermathematik!!! Hier kannst du stöbern!

Es ist ganz einfach: Die 4 bzw. 5 Seiten ausdrucken, laminieren, die einzelnen Karten zuschneiden und dann kannst du auch schon gemeinsam mit deinen Matheforschern loslegen. Alles was ihr braucht, steht auf den Forscherkarten drauf. Und diese sind immer wieder verwendbar, also kein Verbrauchsmaterial. Du musst auch keine anderen Arbeitsblätter kopieren.

Und noch ein ganz wichtiger Hinweis: Wenn ihr die Deckel genug erforscht habt, dann könnt ihr sie spenden. Mehr dazu erfahrt ihr unter http://www.deckel-gegen-polio.de

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Um zwei Dinge würde ich dich sehr gern bitten:

  1. Wenn du die Forscherkarteien mit deinen Kindern ausprobiert hast, wäre es für mich sehr hilfreich, wenn du mir ein Feedback gibst (kontakt@mandyfuchs.de). Was hat super gut funktioniert und was eher nicht? Welche Hinweise hast du zur Gestaltung, zum Layout, zu den Inhalten, usw.?
  2. Wenn dir die Forscherkarteien so gut gefallen, dass du sie weiter empfehlen möchtest, dann solltest du ausschließlich auf http://www.lehrermarktplatz.de verweisen und das Urheberrecht (©Matheforscher) beachten. Nur dann darfst du auch gern Fotos bei Instagram oder Facebook mit den Ideen deiner Kinder posten! Bitte vervielfältige die Forscherkartei nicht einfach für deine Kolleginnen und Kollegen! Dies ist ausdrücklich nicht gestattet!

Also ich bin schon gespannt, wie sie dir gefällt und freue mich von dir zu hören. Viel Freude bei der Deckelmathematik!

Beste Grüße, Mandy Fuchs

Wunschräume von Kindern

Wollt ihr vielleicht gerade eure Kita neu gestalten? Habt ihr vor, ein neues Raumkonzept für euren Klassenraum zu erarbeiten? Oder aber sitzt ihr vielleicht gerade mit eurem Architekten zusammen, um einen Kitaneu- bzw. Umbau zu planen? Da habe ich einen genialen Tipp für euch: Fragt doch einfach eure Kinder! Die wissen ganz genau, was sie brauchen und was ihnen gut tut!

In einem Buch von Erziehungswissenschaftlern (Haug-Schnabel & Bensel 2012, S. 109) fand ich die Antworten einer Befragung von Kindern zwischen vier und sechs Jahren. Die Erwachsenen wollten von ihnen wissen, wie die Räume ihrer Wunschkita aussehen und ausgestattet sein sollten und welcher Raum ihnen noch fehlt. Hier könnt ihr die Antworten der Kinder lesen:

  • ein Sprechraum, also ein Raum, in dem man nur miteinander spricht und nur deswegen dort hingeht;
  • ein Raum ohne Uhr;
  • ein Raum mit nichts, um gut rennen zu können;
  • ein Raum, in den man nicht reinschauen kann;
  • ein Raum, in dem man auch mal Krach haben und sauer sein darf;
  • ein Langeweileraum, in dem niemand fragt: Weißt du nicht, was du spielen willst, hast du keine Idee? Willst du vielleicht …;
  • ein Raum nur mit Spiegeln, Verkleidungssachen und Schminksachen, in dem es keinen stört, wenn man mit Klackerschuhen herumläuft;
  • ein Raum nur mit Ton, Farben, Papier, Perlen, Kleister, Knete;
  • ein Raum, in dem man immer klettern kann, sogar richtig schwierige Klettereien;
  • ein Dunkelraum, in dem man nur nach etwas tasten oder etwas fühlen, aber nichts sehen kann;
  • ein Raum mit richtigen Apparaten, echten Geräten und viel Papier, damit wir die Erfindungen aufschreiben können;
  • ein Kaputtraum, nur mit kaputten Dingen, weil wir sonst nichts auseinander- oder umbauen dürfen. Mit kaputten Sachen könnte man etwas ausprobieren, weil sie dann nicht nochmal kaputt gehen können;
  • ein Raum, in dem man richtig bauen kann, so dass alles hält, eine echte Baustelle, am besten im Garten, mit Arbeiterwerkzeug, Steinen und Bausand, Zement und Holz, viel Holz;
  • ich fände Zimmer wie Häuser einer ganzen Stadt gut. Statt in die Katzengruppe könnte man ins Kaufhaus, ins Tierheim oder ins Krankenhaus gehen.

Na, seid ihr gerade auch so erstaunt, wie ich, als ich die Antworten das erste Mal las? Zeigen sie uns doch einiges ganz deutlich: 1. dass sich etwas ändern muss, etwas, was wir schon länger erahnt haben und in einigen Kitas und Grundschulen bereits umgesetzt wird und 2. dass wir den Kindern vertrauen und sie mit einbeziehen können, denn sie wissen schon ganz genau, was sie zum Weltentdecken brauchen.

Wenn wir nämlich zurück blicken, prägte die Raumgestaltung (sowohl in Kitas als auch in Grundschulen) über viele Jahre hinweg ein, wir würden heute sagen traditionelles Konzept: das Konzept der Gruppen bzw. Klassenräume. Ein traditioneller Gruppenraum z.B. in einer Kita war bzw. ist noch heute mehr oder weniger einheitlich eingerichtet: eine Bauecke, eine Puppenecke, eine Bücherecke und eine Tischgruppe mit Stühlen für alle Kinder. Hinzu kommen ein einheitliches Inventar, Spielmaterialien, die nur in einem Raum bleiben durften und eine Dekoration nach dem persönlichen Geschmack der Gruppenerzieherin. Desweiteren gab es einen von jeder Erzieherin selbst geregelten Tagesablauf mit einem Wechsel von Freispiel (drinnen und draußen) und verpflichtenden Beschäftigungen, der sich an ein von der Kitaleitung vorgegebenen Tagesablauf mit festen Essen- und Schlafzeiten orientieren musste. Auch in den Grundschulen war bzw. ist es ähnlich.

Neben den Einflüssen reformpädagogischer Ansätze, wie z.B. der Pädagogik von Montessori, Freinet oder Malaguzzi (also der Reggio-Pädagogik) hat vor allem die Idee der Offenen Arbeit Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts dazu beigetragen, dass ein Paradigmenwechsel bezüglich der räumlichen Strukturierung stattfand. Die Idee der Offenen Arbeit besteht nämlich darin, nicht mehr in Gruppen- bzw. Klassenräumen mit „Funktionsecken“, sondern in „Funktionsräumen“ (Werkstätten, Ateliers, Labore, …) zu arbeiten. Für eine solche Umwandlung z.B. in der Kita gibt es mehrere Begründungen, z.B.:

  • Kinder können selbst entscheiden, welche Räume und Materialien sie nutzen, sie sind also wirklich selbsttätig,
  • Kinder laufen nicht ziellos im Raum hin und her, weil sie nicht wissen was sie tun sollen, sondern beschäftigen sich intensiv in interessanten Räumen,
  • Kinder können sich besser konzentrieren, da es spezialisierte Arbeitsbereiche gibt,
  • Kinder müssen sich nicht mehr gegenseitig stören, da es im Gruppenraum oft zu Interessenkonflikten aufgrund der Enge kam,
  • Räume sind frei von Tischen und Stühlen zum Essen,
  • die Einrichtung von Kinderrestaurants führt dazu, dass vor dem Essen nicht aufgeräumt werden muss, dass nach dem Essen eine entspannte Atmosphäre herrscht und dass es mehr Platz zum Spielen gibt,
  • Kinder finden in Funktionsräumen viel von dem, was in einen bzw. in miteinander verwandte Bildungsbereiche gehört.

Die einzelnen Bildungsbereiche im Elementarbereich bzw. Unterrichtsfächer im Primarbereich bieten eine gute Orientierung für die Raumgestaltung:

  • Mathematisches, naturwissenschaftliches, technisches Grundverständnis: Forscherzimmer, Labor, Experimentierraum, Mathewerkstatt, …
  • Kommunikation, Sprache(n), Schriftsprache(n): Bibliothek, Literacy-Raum, Wortwerkstatt, Druckerei, …
  • Ästhetische Bildung (sinnliche Wahrnehmung, musische Aktivitäten, kreatives Gestalten): Bauraum, Kinderküche, Spielezimmer, Theaterwerkstatt, Musikzimmer, Kinderoper, Spiegelsaal, Atelier, (Holz-, Ton-, Filz-, Textil-, Papier-)Werkstatt, …
  • Bewegung, körperliche Aktivität: Sportpalast, Turnhalle, Bewegungsbaustelle, Matschraum, …
  • Ruhe, Entspannung, Mittagsschlaf: Snoezelraum, Schlafraum, Kuschelraum, Traumzimmer, …
  • Essen, Nahrung zubereiten: Restaurant, Cafeteria, Küche, …

Ja und genau das wissen auch unsere Kinder. Ihre Antworten weiter oben zeigen es uns! Also lasst sie uns mit einbeziehen, in die gemeinsame Planung und Gestaltung von Räumen, Konzepten und neuen Strukturen!

In den beiden nächsten Beiträgen geht es dann um MEINE Wunschräume in Kitas und Grundschulen, nämlich um Werkstätten und Ateliers und ganz speziell um das Einrichten einer Mathewerkstatt. Ihr dürft gespannt sein!

Eure Mandy Fuchs

Raum und Sinneserfahrungen

Wir Menschen sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen immerzu. Wir nehmen unsere Umwelt durch differenzierte Wahrnehmungen und durch die Auswertung von Sinnesreizen in uns auf. Nicht alles ist uns hierbei bewusst, denn viele Wahrnehmungsprozesse laufen im Unterbewusstsein ab. Auch Räume werden mit allen Sinnen wahrgenommen. Die Entwicklung von Kindern, also auch von kleinen Matheforschern, wird maßgeblich von ihrer Wahrnehmungstätigkeit geprägt. Und genau darum soll es im heutigen Blogbeitrag gehen.

Aus der Bedeutung, die die Wahrnehmung über die Sinnesorgane für generelle Erfahrungsmöglichkeiten spielt, ziehen Erziehungswissenschaftler den Schluss, dass (früh)kindliche Bildung zuallererst ästhetische Bildung ist. Ästhetik beruft sich hierbei auf den griechischen Begriff Aisthesis und bedeutet ursprünglich die Lehre von der sinnlichen Wahrnehmung. Die Bildung der Wahrnehmungserfahrung, sprich die ästhetische Bildung, ist für das spätere Leben prägend. Deshalb gibt es gute Gründe, den Kindern eine Umwelt zu bieten, die ihre Lust am Wahrnehmen unterstützt. So können Kinder zum Beispiel in Ateliers oder Werkstätten innere und äußere Bilder sammeln und gestalten und auf dieser Grundlage sowohl ihr ästhetisches als auch ihr mathematisches Denken entfalten. Ästhetisch gestaltete Räume können deshalb die kindliche Wahrnehmung anregen und Kinder auf vielfältige Weise herausfordern.

In einer Gesellschaft von heute, wo alles immer bunter, immer vielfältiger und immer kurzweiliger erscheint, ist die Gefahr der Reizüberflutung enorm groß. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass Kinder durch Räume, in denen sie sich einen Großteil ihrer Zeit aufhalten – also in Kitas, Grundschulen und zu Hause – nicht zusätzlich von Reizen überflutet werden, jedoch dennoch angemessene Anregungen ihrer Sinne erfahren, die sowohl ins Bewusstsein als auch ins Unterbewusstsein eindringen können. Eine ausgewogene Balance von den kindlichen Geist anregenden Sinnesreizen einerseits und beruhigenden sowie entspannenden Gestaltungs-elementen andererseits ist deshalb eine Aufgabe und gewiss auch Herausforderung für Pädagogen und Eltern.

„Eine sinnenreiche Umgebung regt die Wahrnehmungstätigkeit der Kinder auf positive Weise an. Akustische Reizüberflutung und optische Überreizung durch ein zuviel an Geräuschen, Farbe, Form und Material können zu Überforderung, Orientierungsverlust, Konzentrationsmangel, Hyperaktivität oder Rückzug führen. Die Kunst der Raumgestaltung besteht vor allem darin, Reizüberflutung zu vermeiden und im hohen Maße auf die sinnesfördernden Impulse ausgewählter Materialien zu setzen.“ (Franz 2012, S. 96)

Da dem Lernen mit allen Sinnen also eine enorme Bedeutung zukommt, sollen die sieben Sinne nun vorgestellt werden. Dies geschieht zwar einzeln und nacheinander, aus der Forschung weiß man jedoch, dass die Sinnessysteme zusammenarbeiten und Menschen Informationen stets über mehrere Sinneskanäle wahrnehmen (Synästhesie).

Taktile Wahrnehmung: Tast- und Spürsinn

Die Haut als größtes Spürorgan des Menschen ist gerade für sehr junge Kinder das wichtigste Kommunikations-system. Kinder spüren, wie sie angefasst, gestreichelt und gehalten werden. Sie selbst erfahren durch das eigene Betasten ihren Körper. Die spätere verbale Sprache baut auf dieser ersten Sprache, der taktilen Kommunikation auf. Durch das Tasten und Spüren mit den Händen, den Füßen oder mit dem Mund „begreifen“ kleine Matheforscher räumliche Dimensionen und können sich selbst und ihre Umwelt immer besser in Beziehung zueinander setzen. In Bezug auf die Entwicklung des mathematischen Denkens können beispielhaft folgende kindliche Wahrnehmungs- und Raumerfahrungen genannt werden:

  • vielfältige Materialeigenschaften wahrnehmen, wie z.B. weich, hart, rau, glatt, warm, kalt, kuschelig, kratzig, wellig, kantig, …
  • Wasser in verschiedenen Gefäßen umfüllen und in allen Variationen erleben,
  • Barfuß auf vielfältigen Untergründen laufen,
  • Formen und Figuren nur mit den Händen ertasten,
  • auf den Rücken gemalte Formen und Figuren bzw. geschriebene Zahlen erfühlen,
  • Längen abschreiten und mit Körpermaßen messen,
  • Gewichte mit den Händen abwiegen,
  • mit den Händen matschen, Ton formen, kleistern, malen, gestalten,
  • Erde, Sand, Steinchen und andere Naturmaterialien durch die Hände rieseln lassen.

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Kinästhetische Wahrnehmung: Bewegungs-, Kraft- und Stellungssinn

Das Wort Kinästhetik besteht aus einer Kombination der griechischen Wörter kinesis (Bewegung) und aesthesie (Wahrnehmung). Kinästhesie bedeutet die Wahrnehmung der Raum-, Zeit-, Kraft- und Spannungsverhältnisse der eigenen Bewegungen. Das kinästhetische Sinnessystem gehört neben dem Tast- und Gleichgewichtssinn zu den ersten drei funktionierenden Systemen des ungeborenen Kindes. Propriozeptoren, die für die kinästhetische Wahrnehmung zuständig sind, befinden sich im tiefer gelegenen Gewebe des gesamten Körpers, wie z.B. in Muskeln, Sehnen und Bändern. Mit ihrer Hilfe werden Reize und Informationen aus dem Körperinneren empfangen. Für die Raumgestaltung bedeutet dies, dass Kinder beim Lernen (auch von Mathematik) in Bewegung sein dürfen, denn Bewegung ist der Motor der kindlichen Entwicklung.

Vestibuläre Wahrnehmung: Gleichgewichtssinn

Für die Aufrechthaltung des Körpers und die Orientierung im Raum ist der Gleichgewichtssinn verantwortlich. Das Gleichgewichtsorgan befindet sich im Innenohr.Durch diesen Sinn ist der Mensch in der Lage, Drehbewegungen und Beschleunigungen wahrzunehmen und sich darauf einzustellen. Der Gleichgewichtssinn ist das alles vereinende Bezugssystem, welches die Grundbeziehungen formt, die ein Mensch zur Schwerkraft und seiner physischen Umwelt hat. Für kleine Matheforscher sind demzufolge folgende Raumerfahrungen wichtig:

  • Hüpfspiele auf zwei Beinen und auf einem Bein,
  • schaukeln, wippen, balancieren, …
  • sich drehen bis zum Schwindligwerden,
  • einen Hang hinunter rollen,
  • auf dem Karussell immer schneller fahren.

„Ein gut ausgebildeter Gleichgewichtssinn bestimmt die Lebensqualität wesentlich, aber auch die Ausbildung des inneren Gleichgewichts ist für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung bestimmend.“ (Wilken 2003, S. 121)

Gustatorische Wahrnehmung: Geschmackssinn

Der Mund ist bei sehr jungen Kindern nicht nur Geschmacksorgan. Kleinste Matheforscher entdecken und entscheiden Sachen auch dadurch, dass sie Dinge aus ihrer Umgebung in den Mund stecken. Durch dieses starke Bedürfnis erkunden sie ihre Welt und es gelingt ihnen somit sich ein Bild von ihr zu machen. Kinder entwickeln ihren persönlichen Geschmack dadurch, dass sie ausprobieren, was sie gut oder schlecht empfinden. Der Geschmackssinn ist stark mit Gefühlen und einem komplexen Sinneseindruck vor allem bei der Nahrungsaufnahme verbunden. Deshalb ist es von Bedeutung, dass gemeinsame Rituale bei den Mahlzeiten so gestaltet werden, dass die Kinder vielfältige Erfahrungen in Bezug auf das Essen, bestimmte Gerichte oder Nahrungsmittel sammeln können.

Bezogen auf die gustatorische Wahrnehmung ist es deshalb wichtig, dass besonders ganz kleine Matheforscher alles (Ungefährliche) in den Mund nehmen und erkunden dürfen. Größere Matheforscher wollen beim Zubereiten von Mahlzeiten mithelfen und nach Rezeptvorgaben kochen, backen und verkosten. Unter diesem Gesichtspunkt bekommen meine Forscherkarteien zur „Gummibärenmathematik“, zur „Smartiesmathematik“ oder auch zur „Schokoladenmathematik“ noch einmal eine ganz neue Bedeutung! Oder? Nämlich: Lernen mit allen Sinnen, heißt auch Lernen und Naschen! Und die Erfahrung: „Mathematik ist voll lecker!“

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Olfaktorische Wahrnehmung: Geruchssinn

Das für das Riechen zuständige Sinnesorgan ist die Nase. Hier werden alle Gerüche empfangen und an das Gehirn weiter geleitet. Auch Gerüche können Gefühle und Emotionslagen von Menschen beeinflussen sowie längst vergessene Erinnerungen wachrufen, denn „Die Nase ist das Gedächtnis der Vergangenheit, oft der Kindheitserinnerungen“ (Wilken 2003, S. 101). Geruchsvorlieben oder Geruchsabneigungen von Erwachsenen gehen zurück auf die olfaktorischen Sinneswahrnehmungen der frühen Kindheit. Der Geruchssinn ist bei der Geburt bereits sehr gut ausgebildet und ein Neugeborenes erkennt seine Mutter am Geruch. Der Geruchssinn eines Menschen hat Einfluss auf sein Sozial- und Bindungsverhalten. Insbesondere Kinder reagieren bei unangenehmen Gerüchen ablehnend oder bei für sie angenehmen Gerüchen sehr zugewandt anderen Menschen und natürlich auch Räumen gegenüber.

Beim Lernen mit allen Sinnen darf also geschnuppert und geschnüffelt werden, z.B. das gutriechende Holz in der Werkstatt oder den ekligen Farbgeruch bei frischen Malerarbeiten. Gummibärchen und Schokolade hingegen duften verführerisch.

Auditive Wahrnehmung: Hörsinn

Als auditive Wahrnehmung bezeichnet man die Sinneswahrnehmung von Schall. Zur Wahrnehmung des Schalls dienen Sinnesorgane, die durch Schwingungen aus der Umgebung des Menschen stimuliert werden. Das entscheidende Organ hierfür ist das Ohr. Die auditive Wahrnehmung kann nonverbal (z.B. Töne und Geräusche) oder verbal (Sprache) erfolgen. Hierbei spielt die Lautstärke (laut oder leise), die Frequenz (hoch oder tief) und auch die Dauer (lang oder kurz) von Tönen eine besondere Bedeutung.

Das Hören und der Bereich der Emotionen stehen ebenfalls in einem engen Zusammenhang, denn das Ohr und das Gefühlszentrum im Gehirn sind über Nervenfasern direkt miteinander verbunden. Durch das Hören erschließen wir Menschen also wiederum unsere Gefühlswelt. Wer gut hört, kann zudem andere verstehen, sich mit ihnen austauschen und sich im Alltag sicher bewegen.

Folgende auditive Wahrnehmungserfahrungen können das mathematische Denken besonders gut fördern:

  • Anzahlen mit einem Gegenstand auf Holz, Teppich, Fliesen oder andere Materialien klopfen,
  • beim Treppehochstampfen oder Runterspringen die Stufen zählen,
  • hinhören, aufhorchen, zuhören, lauschen,
  • still sein, flüstern, brabbeln, plappern, sprechen,
  • lange bzw. kurze (laute bzw. leise) Töne und Klänge auf einem Instrument erzeugen,
  • Tanzen, sich im Rhythmus wiegen, klatschen,
  • Sing-, Kreis-, Finger- und Tanzspiele mitmachen.

Visuelle Wahrnehmung: Sehsinn

Als visuelle Wahrnehmung wird die Aufnahme und Verarbeitung visueller Reize verstanden. Das Organ zur Aufnahme optischer Eindrücke ist das Auge. Im Gehirn werden aufgenommene Informationen weiter verarbeitet und mit Erinnerungen abgeglichen. Hierbei spielen Farben, Formen und Lichtverhältnisse eine besondere Rolle.

Besonders folgende visuell-räumlichen Wahrnehmungs-fähigkeiten werden von vielen Mathematikdidaktikern als notwendig für den Erwerb mathematischer Kompetenzen betrachtet:

  • Visuelle Differenzierung: Ähnlichkeiten und Unterschiede von Gegenständen, Formen und Figuren erkennen;
  • Figur-Grund-Wahrnehmung: aus einem komplexen Hintergrund bzw. einer Gesamtfigur eingebettete Teilfiguren erkennen und isolieren;
  • Auge-Hand-Koordination (visomotorische Koordination): das Sehen mit dem eigenen Körper oder Teilen des Körpers koordinieren;
  • Räumliche Orientierung: sich real und mental im Raum zurechtfinden, Erkennen und Beschreiben räumlicher Beziehungen, Wiedererkennen von Figuren in verschiedenen räumlichen Lagen;
  • Räumliches Operieren: Ausführen mentaler Bewegungen und Handlungen;
  • Visuelles Gedächtnis: aus dem Gedächtnis etwas nachbauen, nachlegen oder nachzeichnen.

Abschließen möchte ich meinen Beitrag mit einem Zitat:

„Kindliche Wahrnehmung zu fördern bedeutet, Kindern sinnenreiche Räume – drinnen wie draußen – zur Verfügung zu stellen und diese Umgebung so vorzubereiten, dass sie alle Sinne gleichermaßen stimuliert und zu ganzheitlicher Sinnestätigkeit anregt.“ (Franz 2012, S. 103)

Und ganz am Ende bekommst du auch heute wieder einige Anregungen für die eigene Selbstreflektion:

  • Lass dich mit verbundenen Augen und mit Ohrstöpseln barfuß durch die Kita, durch deine Schule oder durch deine Wohnung führen. Was und wie hast du dich dabei gefühlt? Gab es Räume oder Bereiche, in denen du dich gut orientieren konntest?
  • Lass dich mit verbundenen Augen bei vollem Betrieb durch alle Räume deiner Kita oder deiner Schule führen. Welche Unterschiede hast du bezüglich der Akustik bemerkt? Gibt es leise, gedämpfte, angenehme, laute, schrille, nachhallende Bereiche?
  • Lass dich mit verbundenen Augen durch alle Räume deiner Kita oder Schule führen. Welche Räume hast du am Geruch erkannt? Welche Gerüche fandest du anregend, welche abstoßend?

Sorry, dass es heute mal wieder etwas länger geworden ist. Aber ich hoffe es waren ein paar spannende Informationen bzw. Anregungen für dich dabei. Lass gerne wieder von dir hören und hinterlasse einen Kommentar.

Bis zum nächsten Mal, wenn es um den Zusammenhang zwischen Raum und Spiel geht, eure Mandy Fuchs

Literatur

Franz, Margit (2012): Raumgestaltung für die Jüngsten. In: Raum braucht das Kind: Anregende Lebenswelten für Krippe und Kindergarten. Verlag das netz, Weimar, Berlin, 2012.

Wilken, Hedwig (2003): Kursbuch Sinnesförderung. So lernen Kinder, sinnreich zu leben. Verlag Don Bosco, München, 2003

Der Raum als 3. Erzieher

Heute geht es um die Metapher „der Raum als 3. Erzieher“, bekannt aus der Reggio-Pädagogik. Sie wird gerade in der elementarpädagogischen Literatur viel zitiert und ist verschieden interpretierbar. „Ist der Raum nach den beiden hauptamtlichen Erzieherinnen in der Gruppe einer reggianischen Einrichtung der dritte Erzieher? Ist er es, weil er Eltern und Kita-Personal den Vortritt lässt oder weil er dem Kind als Selbst-Erzieher und seinen ko-konstruktiven Begleitern folgt?.“ (Knauf, Düx, Schlüter 2007, S. 140-141)

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Ich finde ein Raum (egal ob ein Gruppen- bzw. Funktionsraum in der Kita oder ob ein Klassenraum in der Schule) sollte – genauso wie erwachsene Lernbegleiter – für Kinder mehrere Aufgaben erfüllen. Einerseits sollte er den Kindern eine Atmosphäre zum Wohlfühlen und zur Geborgenheit geben und die Kommunikation innerhalb der Einrichtung stimulieren. Andererseits sollten Räume zu immer neuen Herausforderungen anregen, d.h. Ressourcen für Spiel- und Lernaktivitäten bieten und Impulse für verschiedenste Tätigkeiten der Kinder geben. Der Raum umfasst zudem mehr als nur die einzelnen Räume mit ihrer Ausstattung innerhalb der Einrichtung. Zum Raum gehört daneben auch das für Kinder so wichtige Lebensumfeld. Hierzu zählen sowohl die Natur und städtebauliche Arrangements als auch sozialräumliche Einrichtungen, wie z.B. (öffentliche) Einrichtungen (Bibliotheken, Museen, Handwerksbetriebe), benachbarte Bildungsinstitutionen (andere Kitas und Schulen) oder auch Familienzentren. Ein Raum wirkt stets pädagogisch und ist immer auch Teil des pädagogischen Konzeptes einer Einrichtung.

Nachfolgend nenne ich euch typische Merkmale von Räumen und Raumgestaltung innerhalb der Reggio-Pädagogik und ihr könnt schauen, ob ihr davon welche in eurer Einrichtung raufgreifen und umsetzen wollt und könnt:

  • Öffnung des Einrichtungsalltags nach außen zum Leben in der Stadt und zur Erwachsenenwelt durch tief heruntergezogenen Fensterflächen oder verglaste Türen, als Möglichkeiten für Aus- und Einblicke,
  • Gestaltung des Eingangsbereiches als Visitenkarte der Einrichtung, lädt zum Besuch ein und vermittelt Informationen über das Leben in der Einrichtung,
  • Entwicklung eines interaktiven und dialogischen Verhältnisses zwischen Kindern, Erwachsenen und räumlichen Ambiente, durch die Gestaltung von Treffpunkten,
  • Orientierung an den Bedürfnissen der in ihnen lebenden Kinder (z.B. Möglichkeiten zum Rückzug, für ausreichend Bewegung, zur Mitgestaltung, …).

Um die bei der Umsetzung einer neuen Lernkultur so wichtige Kindorientierung konsequent zu berück-sichtigen, werden bei Reggio verschiedene Mittel genutzt. Auch hier kannst du mal schauen, was sich in deiner Kita oder in deiner Schule umsetzen lässt:

  • Räumliche Vielgestaltigkeit: hiermit sind z.B. unterschiedlich proportionierte und unterschiedlich helle Räume, die zu verschiedenen Tätigkeiten und Aktivitäten einladen gemeint, Räume gewinnen durch die Werke der Kinder ihren spezifisch ästhetischen Charakter und werden dadurch zu Dokumenten und Spiegeln der Entwicklung der Kinder und schaffen Sprechanlässe,
  • Klare, aber nicht starre funktionale Akzentuierung der Räume: Herzstück einer reggianischen Einrichtung ist z.B. die „Piazza“, ein zentraler Platz, der zum Verweilen und zur Kommunikation aber auch zur Präsentation einlädt, er ist Treffpunkt der Generationen aber auch Spielplatz und Ausstellungsort, daneben befindet sich oft das Kinderrestaurant,
  • Ateliers: hier unterstützt eine Werkstattleiterin oder ein Werkstattleiter die Kinder beim Forschen und Entdecken sowie beim Erweitern der individuellen sinnlichen Ausdrucksmöglichkeiten („die 100 Sprachen der Kinder“).

Manche Pädagogen bzw. Erziehungswissenschaftler (z.B. von der Beek) erklären den Raum sogar zum ersten Erzieher, denn sie sehen – bezogen auf die Selbstbildungsprozesse der Kinder (also in Bezug auf ihr aktiv-entdeckendes Lernpotenzial) – unmittelbare Zusammenhänge zwischen

  • dem Bild vom aktiven und neugierigen Kind und Räumen, in denen es aktiv sein kann, sowie Materialien, in denen es Stoff zur Befriedigung seiner Neugier findet;
  • dem pädagogischen Ziel, der Individualität jedes Kindes Rechnung zu tragen, und Räumen, in denen jedes Kind täglich eine Vielzahl von Wahlmöglichkeiten hat;
  • Räumen und der veränderten Rolle von Lehrern und Erziehern, in der sie Lernprozesse nicht stets durch instruierende Angebote steuern müssen, sondern auf natürliche Weise begleiten können, weil die Räume und Materialien die Kinder zu intensiven Betätigungen und zum Lernen einladen;
  • der Bedeutung der Kindergruppe und einer Raumgestaltung, die Kindern ermöglicht, sich andere Kinder, den Ort, das Material und die Zeit zum Spielen und Lernen aussuchen zu können, ohne stets auf Erwachsene angewiesen zu sein;
  • dem Spiel als der zentralen Weise, in der kleine Kinder lernen, und Räumen, die ihnen entsprechende spielerische Entfaltungsmöglichkeiten geben;
  • der Förderung naturwissenschaftlicher Kompetenzen der Kinder und einem naturnah gestalteten Außengelände nebst der regelmäßigen Nutzung von Naturräumen;
  • dem leichten Zugang zum individuellen Erlernen der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen sowie geeigneten Materialien, mit denen ein Kind sich selbsttätig, also zu dem Zeitpunkt und in der Weise, die zu ihm passen, auseinandersetzen kann;
  • der Erleichterung von Übergängen (z.B. von der Familie in die Kita und von der Kita in die Grundschule) wo attraktive Betätigungsmöglichkeiten den Kindern in einer Situation emotionaler Verunsicherung eine sichere materielle Basis geben, auf der sich Bindungsbeziehungen zu den Lernbegleitern entwickeln können (vgl. van der Beek 2012, S. 11).

Meines Erachtens ist es egal ob der Raum nun als erster oder dritter Erzieher gesehen oder benannt wird, eins wird doch offensichtlich: Die Bedeutung des Raumes wird aufgewertet und verstärkt. Räume haben eine besondere Wirkung auf Menschen, gehen in Beziehung mit ihnen und beeinflussen ihr Verhalten. Versteh mich aber bitte nicht falsch. Räume sind nicht wichtiger als die Menschen, die in ihnen agieren, also als die erwachsenen Lernbegleiter und auch nicht wichtiger als andere Kinder. Aber Räume sind eben auch da, wenn Lehrer oder Erzieher oder andere Lernbegleiter mal nicht da sind. Jedoch kann das enorme Potenzial eines Raumes sich nur dann voll entfalten und von den Kindern ausgeschöpft werden, wenn die Lernbegleiter es wollen, zulassen und unterstützen.

In diesem Sinne hier noch ein paar Praxistipps für dich zum direkten Umsetzen und Reflektieren:

  • Erspüre die Wirkung von Räumen. Welche Bedeutung haben Räume für dich?
  • Schau dir deinen Gruppen- oder Klassenraum (oder Räume deiner Einrichtung) an. Welche Haltung und welches Bildungsverständnis spiegeln sich wider?
  • Schau dich genau um und spüre ungenutzte räumliche Ressourcen auf.
  • Wurden die Räume deiner Einrichtung hinsichtlich der Lernthemen der Kinder und gemeinsam mit ihnen gestaltet?
  • Wie erreichst du eine angemessene Balance zwischen Anregungsreichtum und Reizüberflutung (Weniger ist mehr!)?

Ja dann bin ich wieder gespannt, was du aus meinen Impulsen machst. Ich wünsche dir eine gute Zeit und freu mich, wenn du beim nächsten Beitrag wieder dabei bist. Dann geht es um den Zusammenhang von Raum und Sinneserfahrungen. Ihr dürft gespannt sein.

Übrigens findest du hier viele Tipps zu Materialien und Hinweise zur Ausgestaltung von Räumen mit mathematischen Inhalten:

Eure Mandy Fuchs

Raum: Lebensraum, Freiraum, Lernraum, Wohlfühlraum

Räume sind Aushängeschilder einer gelebten Kultur, einer Lebens- bzw. Bildungsphilosophie und spiegeln Auffassungen, Haltungen und Einstellungen der Menschen wider, die darin leben und mit Kindern ihre Zeit verbringen. Dies gilt sowohl für Kitas und Grundschulen (also pädagogische Einrichtungen) als auch für private Wohnumgebungen. Wenn Kinder spielen, lernen und sich bilden ist dies immer an spezifische Situationen und an konkrete Orte gekoppelt. Diese lassen sich auch als anregende Lernumgebungen oder materiell räumliche Lernwelten bezeichnen. In den kommenden Blogbeiträgen soll es deshalb darum gehen, wie diese Lernwelten gestaltet werden können. Zunächst wird es um die Raumgestaltung im pädagogischen Kontext gehen, was jedoch nicht ausschließt, die eine oder andere Ideen auch auf das häusliche Umfeld zu übertragen.

Was erwartet dich also demnächst hier im Blog? Es wird mehrere Beiträge mit folgenden Inhalten geben:

  • Der Raum als dritter Erzieher
  • Raum und Sinneserfahrungen
  • Der Zusammenhang von Raum und Spiel
  • Entwicklungsförderung und Raumgestaltung
  • Eine Mathewerkstatt einrichten
  • Raumkonzepte entwickeln
  • Ein Kinderzimmer für kleine Weltentdecker

Ich werde die Beiträge oft so gestalten, dass sie immer für beide Einrichtungen interessant sind: für Kitas und für Grundschulen. Die konkreten Praxisbeispiele kommen – meiner Leidenschaft geschuldet – meist aus der Welt der Mathematik, können aber leicht auf andere Fächer bzw. Bildungsbereiche übertragen werden. Ja und wer weiß, vielleicht bekommt ihr als Leser ja Lust die weiteren Beiträge mitzugestalten. Schickt mir also gern eure Ideen und auch Fotos von euren Lern- und Wohlfühlorten.

Parallel zu den einzelnen Blogbeiträgen werde ich meine bereits begonnene Materialsammlung weiterentwickeln. Schau also immer mal wieder im linken Menü unter folgenden Punkten:

Also los geht’s! Die Frage der Raumgestaltung ist aus meiner Sicht immer eine didaktische Frage und steht in einem engen Zusammenhang mit dem Bildungsverständnis derjenigen, die sie arrangieren. Das momentan aktuell diskutierte Bildungsverständnis im Elementar- und Primarbereich lässt sich durch folgende Aussagen zusammenfassend so beschreiben:

  • Bildung beginnt mit der Geburt.
  • Bildung ist ein lebenslanger eigenaktiver Prozess.
  • Bildung unterliegt inneren und äußeren Einflüssen.
  • Bildungsprozesse sind stets individuell, ganzheitlich und komplex.
  • Bildung soll sich in einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern und Familien der Kinder vollziehen.
  • Der natürliche und sozio-kulturelle Nahraum der Einrichtung ist als Bildungsort zu verstehen, der wertvolle Lernerfahrungen für die Kinder bietet.

Dies bedeutet, dass Kindertagesstätten und Grundschulen sowie ihre jeweiligen Umgebungen zu Lern- und Bildungsorten für Kinder werden. Durch die bewusste Gestaltung und Nutzung dieser räumlichen Umwelten können erwachsene Lernbegleiter gezielt Einfluss nehmen auf individuelle und ganz verschiedene frühkindliche Entwicklungs-, Bildungs- und Lernprozesse. Denn jedes Kind lernt anders!

Raumgestaltung steht in einem unerlässlichen Zusammenhang mit pädagogischen Zielen und Prinzipien und somit immer mit der jeweiligen Konzeption der Einrichtung. Es kann demzufolge keine allgemeingültige und idealtypische Raumgestaltung geben, sondern diese unterliegt einem stetigen Wandel und bedarf der permanenten kritischen Reflexion. Dennoch lassen sich gewisse Grundprinzipien einer am Kind orientierten Raumgestaltung zusammenfassen:

  • Strukturen und Ordnung einer vorbereiteten Umgebung,
  • Nutzung des Aufforderungscharakters von Materialien,
  • Bedeutung ästhetischer Gestaltung und Präsentation und
  • Recht des Kindes auf eigenaktive Raumaneignung und –(um)gestaltung.

„Verstehen wir Bildung als Selbstbildung, so brauchen Kinder soziale Spiel- und Lerngemeinschaften sowie Erwachsene, die Selbstbildung ermöglichen, indem sie Räume dazu entsprechend vorbereiten. „Bildungsarbeit“ in Kindertageseinrichtungen bedeutet deshalb zuallererst, Kindern anregungsreiche Bildungsumwelten zur Verfügung zu stellen, in denen sie möglichst ungestört, selbstständig und mit langen Zeitfenstern an ihren Themen arbeiten und ihre Interessen verfolgen können. Diese Spiel- und Freiräume selbstentdeckenden Lernens bilden die Grundlage elementarpädagogischer Bildungsarbeit.“ (Franz, Vollmert 2012, S. 8)

Und ich behaupte, dass genau diese Sichtweise auch auf die Grundschule zu übertragen ist. Auch im Rahmen von Unterricht, der sich „entlang hangelt“ an vorgegebenen Bildungsstandards und curricularen Lerninhalten, können Lernumgebungen so gestaltet werden, dass Kinder Weltentdecker (oder eben auch kleine Matheforscher) sein dürfen. Es kommt auf die Umsetzung, also das WIE? an. Denn Voraussetzung, dass Kinder erfolgreich lernen können, ist eine Atmosphäre, in der sie sich wohl fühlen, wo jeder willkommen ist und so akzeptiert wird, wie er ist und wo Lernen „unter die Haut“ geht.

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Und noch einen Tipp habe ich für euch zum Schluss: Wenn ihr Kolleginnen und Kollegen begegnet, die ständig sagen: „Ja in der Theorie hört sich das alles ganz toll an! Aber unter unseren Bedingungen geht das überhaupt nicht umzusetzen: viel zu kleine Räume, viel zu wenig Räume, so ein altes Gebäude, kein Platz, kein Geld, zu viele Kinder und und und“, dann ladet sie ein gemeinsam mit euch und mit den Kindern trotzdem nach möglichen Lösungen zu suchen. Entwickelt gemeinsam kreative Ideen, besucht andere Einrichtungen, vernetzt euch mit Gleichgesinnten und mit Experten bzw. Interessierten aus dem Sozialraum, denn zusammen macht es vielmehr Spaß kreativ quer zu denken. Innovative Bildung braucht kreative Köpfe!

„Raum

Die bemerkenswertesten Räume sind die,

die uns vergessen lassen, dass es Mauern gibt,

deren Türen und Fenster jedem offen stehen

und deren Decken den Himmel freigeben.“

(Nadine Petri)

Ich freue mich wie immer auf eure Kommentare, Fragen, Ideen und vielleicht auch Fotos. Bis zum nächsten Blogbeitrag!

Eure Mandy Fuchs

Individuelles Lernen mit Forscherblättern

Immer wenn meine kleinen Matheforscher die mathematische Welt mithilfe von Alltagsmaterialien erforschen, rege ich sie an, Forscherblätter zu ihren Entdeckungen zu gestalten. Darüber habe ich euch hier im Blog schon des Öfteren berichtet. Immer wieder werde ich gefragt, was denn überhaupt solche Forscherblätter sind und wie die Kinder sie erstellen. Darum soll es heute gehen.

Aber zunächst frage ich dich als Lernbegleiterin einer Schulklasse oder einer Kindergartengruppe oder auch als Lernbegleiter deines eigenen Kindes heute noch einmal: Was meinst du, wie funktioniert lernen? Wie lernst du am besten? Was für ein Lerntyp bist du? Ich zum Beispiel bin ein sehr strukturierter Typ, ich liebe systematische Übersichten. Am besten, wenn ich sie mir selbst und allein erarbeite. Aber ich probiere auch gern mit anderen etwas aus. Und du? Brauchst du Bilder, musst du es selbst tun oder brauchst du die Diskussion mit anderen? Probierst du auch gern etwas aus oder bist du eher ein kreativer Chaot, der intuitiv vorgeht? Wie auch immer! Alles hat seine Berechtigung und jedes Vorgehen ist wertvoll! Ja und so wie wir Erwachsenen ganz unterschiedliche und individuelle Lernwege beschreiten, tun es auch unsere Kinder … wenn man sie lässt! Sie haben vielfältige Ideen, gehen unterschiedlich vor, lernen in ihrem eigenen Tempo, gern auch mit anderen und nutzen ihre eigenen und ganz intuitiven Theorien.

Ursprünglich ist Lernen durch folgende noch immer geltenden Merkmale geprägt:

  • Der Antrieb zur Nachahmung: Kinder beobachten und machen nach, sie brauchen also Vorbilder an denen sie sich orientieren können (Rolle von Eltern und von pädagogischen Fachkräften).
  • Der unaufschiebbare Drang zur Selbständigkeit: Kinder fühlen sich unwohl und missverstanden, wenn ihnen alles abgenommen und erklärt wird. Sie wollen nicht in eine passive und unmotivierte Konsumentenrolle gedrängt werden.
  • Die Zurückweisung von Belehrungen: Kinder wollen Selbsterfahrungen sammeln und Selbstwirksamkeit erleben, sie brauchen deshalb Aufgaben, an denen sie wachsen können.
  • Körpererfahrungen: Kinder wollen mit allen Sinnen lernen, die Welt „begreifen“ und ihren Bewegungsdrang ausleben.
  • Die soziale Dimension von Lernen und Bildung: Niemand kann in Isolation lernen, Kinder brauchen Bindungspersonen und Gemeinschaften, in denen sie sich wohl und aufgehoben fühlen, denn ohne Bindung kann keine Bildung stattfinden.

Ausgangspunkt moderner Lernkonzepte, die aktuell in der Pädagogik diskutiert werden, ist zudem die Vorstellung, dass jedes Kind seine Welt selbst erobert. Das meint, der Lernende eignet sich Lerngegenstände aktiv auf der Grundlage bereits vorhandener individueller Handlungs- und Denkstrukturen sowie bisheriger Erfahrungen an. Sowohl das entdeckende Lernen als auch eine angemessene Lernbegleitung spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Diese – man nennt sie ko-konstruktivistische – Sichtweise betont neben der Eigenständigkeit des Kindes ebenso seine Neugier und seinen Forscherdrang von Natur aus. Jedes Kind möchte lernen und seine Umwelt erforschen, um seinem Bedürfnis nach Erleben von Kompetenz und Wirksamkeit, nach Autonomie und Selbstbestimmung nachzugehen. Das Lernen liegt demnach in der Verantwortung des Kindes, welches sich als kompetenter Akteur von Geburt an autonom mit seiner Umwelt auseinandersetzt. Lernen ist also ein Prozess der Selbstorganisation, wobei insbesondere die Stärken und individuellen Gaben jedes Menschen in den Mittelpunkt rücken. Lernen ist demzufolge immer individuell und von Mensch zu Mensch verschieden.

„Jedes Kind zeichnet sich durch eine eigene Persönlichkeit aus. Es beschreitet individuelle Wege, um ein Verständnis für seine Umwelt aufzubauen und Dingen eine Bedeutung, einen Sinn zu verleihen. Die pädagogisch Handelnden werden dem durch die Individualisierung von Bildungsprozessen bei der gemeinsamen Gestaltung der Interaktion gerecht.“ (Fthenakis u.a. 2009, S. 30)

In meinen Projekten biete ich zum Beispiel meinen kleinen Matheforschern anregende Lernumgebungen. Oft sind es Alltagsmaterialien (z.B. Gummibären, Wattestäbchen, Centstücke, Wäscheklammern, Deckel von Getränkeflaschen, …) mit einem hohen mathematischen Potenzial zum Zählen, Sortieren, Strukturieren, Rechnen, Problemlösen, Knobeln, kreativen Gestalten, Experimentieren und Entdecken. Ich rege die Kinder an, diese Materialien selbst zu erforschen und eigene Forscherfragen zu finden. Wenn sie dann diesen selbst gestellten Forscherfragen auf den Grund gehen, haben sie die Möglichkeit, über Ziele, Inhalte, Tempo, Vorgehensweisen und Lernformen individuell zu bestimmen. Kleine Matheforscher lernen so stets selbstbestimmt, interessenorientiert, eigenverant-wortlich, selbstorganisiert, sehr differenziert und individuell. Sie lernen nachhaltig und mit viel Freude. Ihre Forscherergebnisse stellen sie oft auf einem Forscherblatt zusammen, welches sie in der Auswertungsphase dann auch präsentieren. Somit haben wir eine gute Grundlage, um miteinander ins Gespräch zu kommen und über geniale Ideen oder aber auch fehleranfällige Strategien zu diskutieren.

Ich werde also immer wieder gefragt, wie solche Forscherblätter aussehen und wie meine Matheforscher sie anfertigen? Meine Antwort lautet: Ganz individuell! Damit ihr liebe Blogleser und Blogleserinnen eine Vorstellung von solchen Forscherblättern bekommt, stelle ich euch heute einige vor.

Zwei Beispiele für Forscherblätter von Vorschulkindern

Im Sommer haben wir uns mit dem Erforschen von Eiskugelmöglichkeiten beschäftigt. Herauszufinden waren viele (oder sogar auch alle) Möglichkeiten, die es gibt, wenn man drei Kugeln Eis kauft und es beim Eismann genau drei Sorten, z.B. Schoko, Erdbeere und Vanille gibt. Das sind die Forscherblätter von Lara, Leonardo und Paul:

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Immer wieder erforschen meine Kinder gern den Inhalt von Smartiespackungen. Hierzu stelle ich euch demnächst auch die Forscherkartei (wie die Forscherkartei zur Gummibärenmathematik) zur Verfügung. Hier seht ihr wie Lanis und Leonardo, zwei 6-jährige Matheforscher, die Farbverteilung der Smarties auf ihrem Forscherblatt in einem Schaubild dargestellt und miteinander verglichen haben:

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Vier Beispiele für Forscherblätter von Grundschulkindern

Zwei Drittklässler haben hier ihre Entdeckungen am Kalender auf einem Forscherblatt dargestellt:

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Als wir uns mit Fermiaufgaben beschäftigt haben, hatte Helen (4.Klasse) die Idee, zu diesem Aufgabentyp ein Infoblatt für andere Kinder am Computer zu erstellen. Dies setzte sie total eigenständig in nur einer Forscherstunde am Klassen-PC um. Klicke hier, um es dir anzusehen: fermi

Manchmal enthält ein Forscherblatt auch „nur“ die übersichtliche Darstellung eines Rechenweges oder verschiedener Lösungsmöglichkeiten wie hier, bei einer Fußballknobelei:

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Jannis (3. Klasse) liebt Zahlen- und Rechentricks und bringt diese oft mit in die Schule zum Matheunterricht. Einmal durfte er nicht nur den Trick vorführen und seine Klassenkameraden beeindrucken, sondern auch ein Forscherblatt dazu erstellen. Leider behielt er es wie ein wahrer Rechenkünstler für sich, wie genau der Trick funktioniert! Zum Ansehen seines Forscherblattes klicke hier: jannis-zahlentrick

So ich glaube eins ist ganz deutlich geworden: Für das Erstellen von Forscherblättern gibt es kein Rezept und keine Anleitung. Unsere Aufgabe als Erwachsene ist es, jedes Kind, also jeden kleinen Weltentdecker und Matheforscher, je nach subjektivem Lerntyp ganz individuell zu begleiten und dabei seine spezifischen Bedürfnisse, Stärken und Ideen zu berücksichtigen. Bei einem Forscherblatt gibt es eigentlich auch kein „richtig“ oder „falsch“. Und das wichtigste: Jedes Forscherblatt ist einmalig! So wie jedes Kind!

Ich wünsche euch viele tolle Augenblicke und AHA-Erlebnisse, wenn eure Kids Forscherblätter erstellen!

Bis bald Mandy Fuchs

Gummibärenmathematik

Du nascht so gerne Gummibären? Zugegeben ich mag sie auch sehr gern, vor allem deshalb, weil man mit ihnen so viel und so genial Mathematik erforschen kann. Glaubst du nicht? Na was meinst du, wie viele Gummibären sind in einer normalen Gummibärentüte? Und wie viele Gummibären gibt es von jeder Farbe? Ist das in allen Tüten gleich? Wie lang ist wohl die Strecke, wenn du alle Gummibären einer Tüte aneinander legst? Und wie viele Gummibären sind so schwer wie ein Kilogramm? Und in deinen Mund, wie viele Gummibären passen da wohl rein? …

Das sind nur einige der Fragen die sich meine kleinen Matheforscher aus der Grundschule und auch aus dem Kindergarten gestellt haben. Und jedes Mal bin ich immer wieder aufs Neue fasziniert und begeistert, was ihnen alles zu den Gummibären einfällt. Aber nicht nur die Fragen sind spannend, sondern auch ihre eigenen Ideen zur Beantwortung. Die Kinder stellen sehr gern selbst zu Beginn Vermutungen auf. Sie hierbei zu beobachten und zum Beispiel ihre Schätzstrategien zu hinterfragen, kann so wertvoll für die weitere Forscherbegleitung und für die Entwicklung mathematischer Kompetenzen sein.

Und genau davon stecken so viele in nur einer Tüte Gummibären. Du kannst es dir noch immer nicht so richtig vorstellen? Dann schau mal hier, das sind die Mathematischen Inhaltsbereiche:

  • Zahlen und Operationen (Gummibärenanzahlen schätzen, sie zählen, vergleichen und gleichmäßig verteilen, damit rechnen, …)
  • Größen und Messen (Gummibärenschlangen messen, Gewichte von Bären ermitteln, Preis bestimmen, …)
  • Form und Veränderung (Muster legen und fortsetzen, Symmetrien erkennen, …)
  • Stochastik (Daten erfassen und in Strichlisten, Tabellen oder Diagrammen und Schaubildern darstellen, über Wahrscheinlichkeiten diskutieren, …).

Aber auch eine Menge mathematischer Prozessziele sowie mathematische Denk- und Handlungsweisen kannst du mit der Gummibärenmathematik fördern, denn sie leistet einen Beitrag

  • zur Förderung feinmotorischer Kompetenzen beim Legen der Gummibären,
  • zur Sprachförderung durch Formulieren von Forscherfragen, durch gemeinsames Kommunizieren und Präsentieren,
  • zur Förderung von Kreativität und Problemlösekompetenz sowie
  • zum Erkennen und Nutzen von Mustern und Strukturen.

Und all das ist nicht nur in der Grundschule und im Kindergarten möglich, sondern auch zu Hause. Denn auch Eltern können mit ihren Kindern Gummibären mathematisch erforschen. Das Naschen darf dabei natürlich in keinem Fall zu kurz kommen!

So, ich möchte hier heute aber gar nicht so viel mehr verraten, denn ich habe alle meine gemeinsam mit vielen Kindern und Lernbegleitern erprobten Erfahrungen zur Gummibärenmathematik in einer Forscherkartei zusammengefasst. Diese ist ab sofort bei www.lehrermarktplatz erhältlich. Es gibt dort eine Forscherkartei für kleine Matheforscher in der Grundschule, und es gibt zudem auch Forscherkarten mit Impulsen für kleine Matheforscher und ihre Lernbegleiter im Kindergarten. Alles didaktisch und methodisch aufbereitet und trotzdem mit vielen Möglichkeiten zum freien Forschen und Experimentieren.

Es ist ganz einfach: Die Seiten ausdrucken, laminieren, 8 bzw. 10 Karten zuschneiden und dann kannst du auch schon gemeinsam mit deinen Matheforschern loslegen. Alles was ihr braucht, steht auf den Forscherkarten drauf. Und diese sind immer wieder verwendbar, also kein Verbrauchsmaterial. Du musst auch keine anderen Arbeitsblätter kopieren.

Um zwei Dinge würde ich dich sehr gern bitten:

  1. Wenn du die Kartei mit deinen Kindern ausprobiert hast, wäre es für mich sehr hilfreich, wenn du mir ein Feedback gibst (kontakt@mandyfuchs.de). Was hat super gut funktioniert und was eher nicht? Welche Hinweise hast du zur Gestaltung, zum Layout, zu den Inhalten, usw.? Denn die Gummibärenmathematik ist der allererste Prototyp einer Forscherkartei, die wachsen soll. Geplant sind für beide Bereiche (Kita und Grundschule) viele weitere Themen, die du sammeln kannst. Und eigentlich entstehen so jeweils zwei Karteisammlungen: eine immer für die Lernbegleiter (die Erzieherinnen und Erzieher in der Kita und die Grundschullehrerinnen und –lehrer) und die andere natürlich für die kleinen Matheforscher (die Kinder in den Kitas und in den Grundschulen).
  2. Wenn dir die Forscherkartei so gut gefällt, dass du sie weiter empfehlen möchtest, dann solltest du ausschließlich auf www.lehrermarktplatz.de verweisen. Bitte vervielfältige sie nicht einfach für deine Kolleginnen und Kollegen! Dies ist ausdrücklich nicht gestattet!

Also ich bin schon gespannt, wie sie dir gefällt und freue mich von dir zu hören. Viel Freude bei der Gummibärenmathematik, beim Forschen und Naschen!

Beste Grüße, Mandy Fuchs

Durch die „mathema-tische Brille“ geschaut

Sei ehrlich, woran denkst du, wenn du ans Lernen denkst? Und um es konkret zu machen, ans Lernen von Mathematik? Was für Bilder kommen da in deinen Kopf? Ist es eine verstaubte Schultafel mit viel zu vielen Rechenaufgaben? Oder ist es ein Mathebuch mit endlos erscheinenden Rechentürmchen? Ist es der pralle (oft blaue) Schnellhefter deines Kindes mit zahllosen Kopiervorlagen? Sind es die Arbeitsblätter in der Vorschulgruppe, auf denen die Kinder Mengen erfassen oder Anzahlen ausmalen sollen?

Ja ich gebe zu, lange Zeit dachten wir (und ich meine uns LehrerInnen, ErzieherInnen, Pädagogen und Eltern), dass Mathematiklernen genauso funktioniert: Ein Erwachsener „hat da schon mal was vorbereitet“, er „vermittelt“ es an die Kinder und hofft, dass seine „mathematischen Rezepte“ gelingen und bei den Kids gut ankommen. Funktioniert auch in gewisser Weise, wenn wir Kindern das Denken abnehmen wollen, sie mit unseren Ideen überschütten, sie zum Auswendiglernen und Widerkäuen zwingen. Und uns dann wundern, dass sie es eigentlich gar nicht verstanden haben, Gelerntes nicht anwenden können bzw. ihr Interesse am Forschen und Entdecken verlieren, weil sie ja gelernt haben abzuwarten. Abzuwarten bis jemand kommt und es ihnen erklärt. Ist irgendwann auch viel bequemer als selbst kreativ zu werden.

Nun fragst du dich sicher: Ja wie funktioniert Mathematiklernen denn dann?

Ich lade dich ein, es selbst herauszufinden, mit einem kleinen Experiment: Setz doch mal ganz bewusst deine „mathematische Brille“ auf. Schau dich dort, wo du gerade sitzt und diesen Beitrag liest, um. Was kannst du entdecken? Ich bin sicher, dass du viele Dinge siehst, die eine ganze Menge mit Mathematik zu tun haben. Denn Mathematik steckt überall in unserem Alltag. Schau dir doch mal deine Fenster genauer an. Sieh mal auf den Fußboden. Was ist mit dem Tisch und dem Stuhl an bzw. auf dem du gerade sitzt? Ja genau: Mathematik hat sehr viel mit Mustern und Strukturen, mit Formen und Figuren zu tun. Das ist das eigentliche Wesen der Mathematik. Und das gilt es zu entdecken. Man hat dabei immer eine Menge zu messen, zu zählen. zu rechnen, zu vergleichen und zu ordnen. Und glaube mir, es macht nicht nur viel mehr Freude gemeinsam mit den Kindern auf mathematische Erkundungstouren zu gehen, sondern das Lernen ist so auch viel nachhaltiger als wenn du ihnen ausschließlich Schulbuchaufgaben, Kopiervorlagen oder Arbeitsblätter zum Üben gibst. Und das gilt für die Schule, für die Kita und für zu Hause. Denn „Alle Kinder sind Matheforscher“! Hier findest du noch viele weitere Beispiele zum Erforschen der mathematischen Welt gemeinsam mit deinen Kindern.

Zurück zu unserem Experiment. Schau durch deine „mathematische Brille“ zum Beispiel mal hier:

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Ich sitze gerade hier an meinem Laptop und schaue aus dem Fenster. Was kann ich an meinem Fenster entdecken? Genau: Es sind viele kleine Rechtecke, sie sind in fünf Reihen von links nach rechts und in sechs Reihen von oben nach unten angeordnet, es gibt genau zwei gleichgroße Hälften und eigentlich könnte man mit meinem Fenster wunderbar die Malfolge der 3 entdecken, üben und sogar auswendig lernen. Siehst du es? (Vielleicht kannst du deine Kinder ja anregen kleine Klebezettel mit Zahlen oder Aufgaben an das Fenster anzubringen.) Und ja du hast dich gerade nicht verlesen. Ich bin nicht dagegen etwas auswendig zu lernen, wie du vielleicht weiter oben im Text vermutet hast. Die mathematischen Grundaufgaben des kleinen Einspluseins und Einmaleins müssen die Kinder ganz einfach gedächtnismäßig beherrschen. Sie gehören zum mathematischen Fundament dazu, auf dem man dann nach und nach sein individuelles MATHEHAUS aufbauen kann.

Da habe ich gleich auch noch zwei Spieletipps dazu:

 

Und noch ein zweites Beispiel, das hier ist mein Fußboden:

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Der Fotoausschnitt zeigt z.B. ein vier-mal-vier-Quadrat … Bist du eigentlich schon mal über deinen Fliesenfußboden gehüpft, hast dabei einen Zahlenreim oder ein Hüpfspiel erfunden? Nein? Na probier es mal oder lass es deine Kinder tun. Du wirst staunen, wie kreativ sie dabei sind.

So, jetzt kannst du die „mathematische Brille“ wieder absetzen. Die brauchst du nun nicht mehr, denn ich bin mir sicher, dass du ab jetzt viel mehr mathematische Phänomene, Muster, Zahlen und Dinge in deinem Alltag erkennst, als vor dem kleinen Experiment. Stimmts? Dann lade doch nun deine Kinder zu einer mathematischen Erkundungstour ein, egal ob in der Kita, auf dem Schulhof, im Supermarkt oder zu Hause! Mathematik ist überall! Und ich freue mich, wenn du sie weiter gemeinsam mit mir entdecken möchtest. Viele Inspirationen dafür bekommst du auf meinen Profilen als „Matheforscher“ bei Instagram und Pinterest! Vielleicht sehen wir uns dort wieder.

Bis dahin wünsche ich dir viel Freude am Matheforschen!

Mandy Fuchs