Mathematik im Spiel

Im Elementarbereich, also in der Kita herrschen informelle und non-formale spielerische Lernformen vor. Mathematische Bildung wird möglich, wenn die Kinder – vor allem im Freispiel – von sich aus mathematisch aktiv werden, z.B. wenn sie

  • in Rollenspielen, wie z.B. „Kaufmannsladen“, Zahlen- und Größenangaben verwenden,
  • bei Bau- und Legespielen mit Formen und Bausteinen agieren,
  • in Gesellschaftsspielen würfeln und Figuren setzen,
  • sich bei Bewegungs- und Versteckspielen im Raum orientieren,
  • bei Abzählreimen Zahlen verwenden,
  • beim Malen Muster oder Mandalas gestalten,
  • beim Spielen etwas ausschneiden und falten,
  • auf Fliesen hüpfen oder (Mais)Labyrinthe durchlaufen,
  • Perlen und Knöpfen auffädeln,
  • die Wippe nutzen oder um die Wette laufen,
  • Sand oder Wasser in verschiedene Gefäße umfüllen.

Alle diese Spielaktivitäten können natürlich auch Eltern mit ihren Kindern gemeinsam erleben. Und nicht nur mit Kindern im Kitaalter.

Auch Kinder im Grundschulalter spielen gern und lernen viele Dinge im Spiel. Deshalb gilt es hier ebenfalls viele Spielmöglichkeiten in den Schulalltag allgemein und speziell in den Mathematikunterricht einzubeziehen. Im offenen Unterricht können einerseits mathematische Lernspiele eingesetzt und andererseits auch offene mathematische Spiel- und Lernfelder zum Forschen, Entdecken und Experimentieren von den Kindern bearbeitet werden.

Spielerische Aktivitäten mit mathematischem Bezug sollten von den Lernbegleitern zunächst wahrgenommen werden und zu gegebener Zeit (um Spielaktivitäten auch nicht zu stören oder vorschnell zu unterbrechen) durch geschickte Impulse bzw. anregende offene Fragestellungen zu weiteren Denk- und Handlungsprozessen anregen. Dabei sollten die Kinder immer wieder Möglichkeiten erhalten, eigenen Denkwegen zu folgen und sich vertiefend mit mathematischen Phänomenen zu beschäftigen. Sie benötigen dazu Interaktionen mit einer Person, die das mathematische Prinzip hinter ihrer Tätigkeit gemeinsam mit ihnen erschließt. Oft neigen Erwachsenen dazu vorschnell Lösungen zu verraten bzw. ihre eigenen Ideen mit den Kindern zu realisieren. Das Aushalten und Abwarten und vor allem Vertrauen in die Kinder fällt vielen von uns leider nicht immer leicht. Eine solche Begleitung erfordert zwar eine gewisse fachliche Professionalität als auch Sensibilität aber viel wichtiger sind die Begeisterung für die Ideen der Kinder und die eigene Offenheit und Kreativität beim mathematischen Forschen und Entdecken gemeinsam mit ihnen.

Hier ein paar Ideen für mathematische Spiele. Weitere Tipps findest du hier: Tipps für Spiele

     
 

   

 

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