Numeracy-Ansatz

„Numeracy“ kann allgemein mit Alltagsmathematik übersetzt werden und bezeichnet Kompetenzen, die benötigt werden, um auf mathematische Anforderungen in alltäglichen Situationen angemessen zu reagieren. Das meint, dass Kinder sich auf eine Weise mit Mathematik befassen, die den Anforderungen ihres gegenwärtigen und zukünftigen Lebens entsprechen. Darin eingeschlossen sind natürlich auch spätere Herausforderungen des Mathematikunterrichts, jedoch nicht in erster Linie. Die Kinder erkennen und verstehen nach und nach die Rolle und Bedeutung der Mathematik in ihrer Welt. Alltagsmathematik wird vor allem durch Spiel, durch Nachahmung und durch Eigenaktivität angeeignet.

Numeracy-Kompetenz zeigt sich im verständnisvollen Umgang mit Mathematik und in der Fähigkeit mathematische Begriffe als „Werkzeuge“ in einer Vielzahl von Kontexten einzusetzen. Dieses Verständnis von Mathematik entspricht dem im englischen Sprachraum bekannten „Numeracy-Ansatz“ und kann mit dem im Bereich Sprache bereits seit längerem diskutierten und in der Praxis zunehmend akzeptierten „Literacy-Ansatz“ verglichen werden.

Die Gestaltung und Begleitung einer mathematischen Bildung, die einem solchen Verständnis folgt, sollte dementsprechend drei Bereiche umfassen:

  1. Mathematik im Alltag,
  2. Mathematik im Spiel und
  3. Mathematik innerhalb offen gestalteter Lernangebote.

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Numeracy-Modell früher mathematischer Bildung (Fuchs 2015, S.58)

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